Monatsarchiv: Mai 2017

COMICIADE 2018

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Die Totenmette

Seit meiner Kindheit bin ich leidenschaftlicher Sammler und Leser von Sagenbüchern, und überall, wo ich hinkomme, halte ich Ausschau nach ihnen. Die Sage von der Totenmette, die in verschiedenen, regional unterschiedlichen Versionen überliefert ist, las ich das erste Mal mit etwa 10 Jahren in einer Nacherzählung Otfried Preußlers. Die skurille Vorstellung, dass das wilde, klauenbewehrte Totenheer in eine Dorfkirche einfallen könnte, um dort fromme Andacht zu halten, hat mich bis heute nicht losgelassen, genauso wenig wie das Leichenpanoptikum in der Kapuzinergruft in Palermo.

Jetzt endlich habe ich dem alten Text eine kleine Illustration gewidmet. Hier die Bleistiftvorzeichnung, daneben die Sage im Wortlaut Ludwig Bechsteins (zum Vergrößern, wie immer, bitte auf das Bild klicken).


Zeichnen, zeichnen, zeichnen!

Auch wenn ich im Moment weit davon entfernt bin, ein großes Projekt verwirklichen zu können, so halte ich mich doch insgeheim an die drei wichtigsten Regeln der Zeichenkunst:

  1. Zeichnen
  2. Mehr zeichnen
  3. Noch mehr zeichnen

Bei Walt Stanchfield, dem großen alten Mann der Disney-Animation und leidenschaftlichen Verfechter des Gesture Drawing, habe ich gelesen, mit dem Zeichnen sei es nicht wie mit dem Bau eines Hauses, das irgendwann fertig ist, sondern wie mit der Pflege eines Gartens, um den man sich regelmäßig kümmern muss, damit er nicht verwildert.

In diesem Sinne: Kauft euch ein Skizzenbuch, einen Bleistift oder Kugelschreiber, schaut nicht auf euer Smartphone, sondern in die Welt hinaus (oder auf die Bilder eurer Lieblingskünstler), und los geht’s.

Hier sind ein paar Seiten aus meinen Skizzenbüchern, die ich zusammenmontiert habe. Gezeichnet wurde das alles mit einem einfachen Kugelschreiber (um die ewige Radiererei zu vermeiden).